Unterschied zwischen E-Commerce und E-Business

Oftmals werden die Begriffe "E-Business" und "E-Commerce" austauschbar benutzen, aber sie sind nicht gleichbedeutend. Vereinfacht ausgedrückt, bezieht sich E-Commerce auf den Online-Kauf und -Verkauf, während E-Business alle online getätigten Geschäfte umfasst. E-Commerce kann als eine Untergruppe des E-Business betrachtet werden. E-Business-Grundlagen

In einer technologieorientierten Welt ist es vielleicht schwer zu sagen, welche Unternehmen wirklich E-Business sind. Vielleicht versteht man E-Business am besten anhand von Beispielen:

E-Mail-Marketing an bestehende und/oder potentielle Kunden ist eine E-Business-Aktivität. Es führt einen Geschäftsprozess elektronisch durch - in diesem Fall das Marketing. Ein Unternehmen, das ein Online-System aufbaut und verkauft, das den Bestand verfolgt und auf bestimmten Ebenen Warnungen auslöst, ist ein E-Business. Die Bestandsverwaltung ist ein Geschäftsprozess, und wenn sie elektronisch abgewickelt wird, wird sie Teil des E-Business. Ein Content-Management-System, das den Workflow zwischen einem Content-Entwickler, einem Redakteur, einem Manager und einem Verleger verwaltet, ist ein weiteres Beispiel für ein E-Business. In Ermangelung eines elektronischen Arbeitsablaufs würde dieser Prozess durch die physische Bewegung von Papierakten abgewickelt werden. Durch die elektronische Ermöglichung wird es zu einem E-Business. Online-Werkzeuge für das Personalwesen können durch ein E-Business produziert werden. Zu diesen Werkzeugen gehören Online-Stellenbörsen, Bewerbungsbearbeiter und Systeme, die Daten über Mitarbeiter sammeln und pflegen.

Viele Prozesse, die als E-Business bezeichnet werden, können intern über das Netzwerk eines Unternehmens abgewickelt werden, oder aber das Unternehmen lagert sie an einen Anbieter aus, der sich auf die gewünschte Dienstleistung spezialisiert hat. Indem sie sie intern produzieren, können Standardgeschäfte einige Elemente des E-Business in ihren Plan einbeziehen - die beiden Arten von Geschäften schließen sich nicht gegenseitig aus.

Manchmal ist der Unterschied zwischen einem Standardgeschäft und einem E-Business nur eine Frage der Art und Weise, wie das Geschäft betrieben wird. Wenn Sie zum Beispiel eine Beratungsfirma sind, die Menschen bei der Auswahl der richtigen Möbel hilft, dann sind Sie ein Unternehmen, aber wenn Sie eine Website betreiben, auf der Menschen die Möbeloptionen vergleichen können, dann sind Sie ein E-Business.

E-Commerce-Grundlagen

Im Vergleich zum E-Business ist die Definition von E-Commerce, auch Online- Shopping oder Onlinehandel genannt klarer. In seiner Grundform beinhaltet er die Online-Bestellung und -Zahlung. E-Commerce gibt es in verschiedenen Formen. Im E-Commerce zwischen Unternehmen und Verbrauchern (B2C) verkauft ein Unternehmen Waren und Dienstleistungen über seine Website an Verbraucher. Viele Einzelhändler haben sich an die Popularität des E-Commerce angepasst und führen den Verkauf nun sowohl über ihre Websites als auch in ihren Geschäften durch.

E-Commerce-Verkäufe können jedes Element eines Verkaufs umfassen: Bestellung eines Produkts, Bezahlung eines Produkts und Lieferung. Es kann auch nur einen Teil des Prozesses umfassen. So kann ein Kunde beispielsweise ein Produkt online bestellen, um es im Geschäft abzuholen. Die Bezahlung kann online oder im Geschäft bei der Abholung des Artikels erfolgen. In beiden Fällen ist die Transaktion immer noch ein Element des E-Commerce.

Viele Unternehmen verkaufen neben ihrer eigenen Website auch über virtuelle Marktplätze. Eine beliebte Marke wie Nike beispielsweise wird Schuhe über ihre Website verkaufen, aber auch über einen Online-Händler wie Amazon. Egal, ob Sie sie von der Website von Nike oder von Amazon kaufen, die Transaktion ist immer noch ein Beispiel für E-Commerce.

Business-to-Business (B2B)-E-Commerce

Während der Durchschnittsverbraucher es vielleicht nicht bemerkt, beinhaltet ein großer Teil des weltweiten E-Commerce B2B-Beziehungen. Diese Art von E-Commerce umfasst oft Transaktionen wie das Auffüllen notwendiger Bestände (KANBAN), und sehr oft wird sie automatisiert. So könnte z.B. ein Gartenbauunternehmen einen Vertrag mit einem E-Commerce-Unternehmen haben, um Artikel wie Gartenscheren, Handschuhe und Dünger auf Lager zu halten. Zur Aufrechterhaltung der Effizienz könnte das Landschaftsbauunternehmen über einen automatisierten Prozess zur Verfolgung des Versorgungsgrades verfügen. Wenn die Besatzungen auf den Höfen der Kunden Dünger verwenden und der Bestand unter ein bestimmtes Niveau sinkt, wird ein automatisiertes System eine Bestellung für mehr aufgeben. E-Procurement machen, bei dem es um den Einkauf geht. Innerhalb dieses Feldes ist der elektronische Datenaustausch, genannt EDI, ein aktuell relevantes Thema.

 

©  Kh.Pflug (Verkaufstrainer, Berater, Coach, Fachbuchautor, Hochschuldozent)

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