Kundenorientierung
Kundenorientierung ist, so ließt es sich sehr leicht, „die Ausrichtung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens an die Bedürfnisse des Kunden“.

Doch was ist ein Kunde? Bereits hier beginnt die Kundenorientierung. Für manchen ist es erst einmal schwer, zu verstehen, dass er niemals einen Auftrag von einem Unternehmen oder einer Organisation bekommt. Aufträge werden ausschließlich von Menschen vergeben oder durch Menschen erteilt. Kundenorientierung ist daher vor allem Menschenorientierung.
Ein Produkt oder eine Dienstleistung bestimmt sich über die Gesamtheit der materieller oder immaterieller Lieferungen und Zuwendungen von der Rohstoffauswahl über Produktionsverfahren bis zur Freundlichkeit am Telefon.
So gehören beispielsweise Service oder gute Erreichbarkeit zwingend mit zum angebotenen Produkt. Im kundenorientierten Unternehmen definiert sich die Qualität einer Dienstleistung oder eines Produktes direkt und ausschließlich über die Zufriedenheit des Kunden mit diesem Produkt. Denn der Kunde stellt sich ständig bewusst oder unbewusst die für ihn essentielle und für den Lieferant existenzielle Frage „Was habe ich davon?“ Die Darlegung von Merkmalen, Vorteilen und emotional wirksamem Nutzen gehört daher zu den wirksamsten Mitteln im kundenorientierten Verkauf.
Kundenorientierung fängt im eigenen Unternehmen
an
Anders als in vielen Unternehmen haben in einer kundenorientierten Organisation die Mitarbeiter ein Kundenverständnis, das einen gleichberechtigten und offenen Dialog ermöglicht. Sie sehen sich selbst und den Kunden als Partner. Nicht als Untergebener und König. Diese kundenorientierte und damit das verhalten prägende Einstellung zum Kunden kann jedoch nur gelebt werden, wenn auch innerhalb des Unternehmens kundenorientiert gedacht wir. Dies gilt für Hierarchie- und Vorgesetztenverhältnisse im eigenen Unternehmen. Jeder Mitarbeiter und jede Abteilung ist ein interner Kunde.
Der Weg zur Kundenzufriedenheit funktioniert fast nur über
Mitarbeiterzufriedenheit. Die Beziehung zwischen Kunden und Mitarbeiter ist
selten besser als das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem oder die
Beziehung der Mitarbeiter untereinander. Daher ist die Qualität der Führung
immer ein Einflussfaktor für Kundenorientierung und Kundenbeziehungen.
Kundenorientierung heißt, Kunde ist Mittelpunkt Kundenorientierung bedeutet, die Kunden bzw. die vielfältigen Ansprechpartner beim Kunden und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Denn die Zufriedenheit und das Vertrauen entscheiden über den Erfolg des Verkaufs und damit des eigenen Unternehmens.
Die Prinzipien für konstruktive Gespräche des amerikanischen Psychologen Carl Rogers Authentizität, Wertschätzung, Verständnis sind ein grundlegend für wachstumsförderndes Geschäftsklima und Entstehen einer persönlichen Kundenbeziehung.
Kundenorientierung durch Authentizität und Kongruenz
Authentizität bedeutet Echtheit, Unverfälschtheit in der Selbstdarstellung des Unternehmens, seiner Produkte und Dienstleistungen und Übereinstimmung mit der Unternehmenskultur. Dies beinhaltet ein Mindestmaß an Ehrlichkeit bei Informationen über die Produkte, Preise und Qualität. Natürlich gehört auch die Authentizität des Verkäufers dazu, er sollte kein Schauspieler sein und weder überzogen arrogantes Gehabe noch fassadenhafte Freundlichkeit an den Tag legen.
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Kongruenz beim kundenorientierten Verkauf bedeutet, dass gemachte Aussagen und Versprechen auch in der Realität beweisen.
Kundenorientierung durch Empathie und Verständnis
Kundenorientierung verlangt Methoden vom Verkäufer, um die individuellen
Bedürfnisse des Kunden zu erkenne bzw. zu erfragen, mit den Möglichkeiten der
Eigenen Leistungen und Produkte abzustimmen und als Verkaufsargument in die
Sprache des Kunden zu übersetzen. Dabei geht es nicht nur um vordergründige,
sachliche Bedürfnisse (Bedarf) sondern um die tiefer liegenden Vorstellungen,
Wünsche, Ängste und Befürchtungen des Menschen-Kunde.
Verständnis, also einfühlsames Verstehen erfordert aktives, aufmerksames Zuhören
und Erfragen von Hintergründen bezüglich der Aufgabenstellung, Bedürfnisse,
Wünsche, Engpässe, Erfahrungen und Ängste des Kunden.
Kundenorientierung durch Akzeptanz und
Wertschätzung
Akzeptanz als Basis für Verkaufsgespräche scheint sich auch noch nicht überall
etabliert zu haben. Die Tatsache, dass der Gesprächspartner beim
Kundenunternehmen einen eigenen und daher möglicherweise anderen Standpunkt hat
als der Verkäufer führt immer wieder zu Unverständnis, wenn nicht sogar zu
Konflikten. Kundenorientierung bedeutet daher auch, zu akzeptieren, dass der
Kunde etwas teuer findet, was ich als preiswert erachte, dass für ihn eine
Bedienung schwierig erscheint, wenn ich sie sehr einfach sehe oder dass er die
für uns sehr kurze Lieferzeit von fünf Tagen als viel zu lange beschreibt.
Die Wertschätzung des Verkäufers drückt sich gegenüber Kunden darin aus, dass er
seinen Darstellungen und Ansichten akzeptiert und auf sie eingeht, ihm beratend
und entgegenkommend seine eigenen Überlegungen bzw. die ihm bestmöglich
erscheinende Produkt- oder Dienstleistungsempfehlung erläutert.
Kundenorientierung mit Beachtung und Dank
Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Kunden loben. Vorsicht, damit meine ich nicht,
Zucker irgendwo hinein zu blasen, sondern das was beachtenswert und lobenswert
ist, auch in den Vordergrund zu rücken.
Kundenorientierung heißt auch, dankbar zu sein. Es ist eben nicht
selbstverständlich, dass dieser Mensch zu Ihrem Kunde wird. Die Tatsache, dass
der Kunde bei Ihnen kauft, bedeutet schon mal, dass er alles richtig gemacht
hat. Bestätigen Sie ihn darin. Lob lässt sich auch in Dankesworten verpacken..
Danke sagen hilft und passt bei folgenden Gelegenheiten:
• Danke für Ihr Vertrauen
• Danke für Ihre Erstbestellung / für Ihren Folgeauftrag
• Danke für Ihre Weiterempfehlung
• Danke für Ihre schnelle Zahlung
• Danke für die Erteilung Ihrer Einzugsermächtigung
• Danke für die uns überlassenen Informationen
• Danke für die gute Gesprächsvorbereitung
• Lob und Auszeichnungen („Kunde des Jahres“)
• Individuelle Auszeichnungen („Goldkunde“, „A-Kunde“)
Kundenorientierung durch Prozessorientierung
Kundenorientierung bedeutet, nicht nur ein guter Lieferant oder Dienstleister zu
sein, sonder auch Ineffizienzen auszugleichen. Dazu müssen Geschäftsprozesse im
Unternehmen verstärkt aufeinander abgestimmt werden, mit dem Ziel die zunehmende
Komplexität auf Markt- und Kundenseite erfolgreich zu meistern.
Nach einer Studie der Uni Trier (Juni 2003) messen 85,4 Prozent der befragten
Unternehmen einer schnelleren und effizienteren Bedienung von Kundenwünschen und
Anforderungen eine wachsende Bedeutung bei. Dabei müssen Strukturen und Prozesse
im Einklang stehen. Wo möglich, sollte eine Vernetzung (nicht nur
datentechnisch) erfolgen. (Quelle Wikipedia)
Kundenorientierung im Detail
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Wirkliche Kundenorientierung ist eine permanente Herausforderung.
In jedem Unternehmen gibt es tausend kleine Ecken, wo es dem Kunden sein Gesicht zeigt, bei ihm einen Eindruck hinterlässt. Diese kleinen Ecken, in denen sich organisatorischer „Staub“ ansammelt oder sich der „Abfall“ der schlechten Tagesform präsentiert meist ungewollt und ungeplant.
Kundenorientierung präsentiert sich oft in „kleinen“ Details wie dem alltäglichen Kundenkontakt.
wie
schnell nimmt der Mitarbeiter den Telefonhörer ab
nach
welcher Zeit werden E-Mails beantwortet
Habe ich
als Kunde einen festen Ansprechpartner
sind die
erstellten Rechnungen verständlich
werde ich
als Kunde mit (richtigem) Namen angesprochen
ist der
Auslieferungsfahrer auch dann noch freundlich,
wenn er mal warten muss
Sympathie
und Empathie = Einfühlungsvermögen,
auch wenn der Kunde mal schräg drauf ist
Verständnis
für andersartige Sitten und Mentalität
Einstellung
auf Landes- und Fachsprache
Räumliche
nähe
Kontakthäufigkeit
Einkaufserleichterungen,
Zahlungsbedingungen
Beratung,
exakt passende Angebote, Flexibilität
Reklamations-Service
(Feuerwehr)
After
Sales-Service
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Kundenorientierung ist auch Wahrung eigener Interessen
Kundenorientierung bedeutet nicht, gefällig und angepasst zu sein sondern durchaus die eigenen und die Interessen des eigenen Unternehmens deutlich zu vertreten. Erst dies schafft Vertrauen beim Kunden. Kundenzufriedenheit lässt sich auf Dauer nur gewährleisten wenn auch die Verkaufsseite zufrieden ist.
Möglichkeiten zur Verbesserung der Kundenorientierung
- Problemlöser des Kunden sein
- Produkte / Dienstleistungen entwickeln, die der Kunde wünscht
- Kunden in die Entwicklung einbeziehen
- Logistik mit der des Kunden verzahnen
- EDV mit dem Kunden verzahnen
- Kunden Einblick in die eigenen Produktionsabläufe geben
- Schulungen / Ausbildung für Kunden
- Mitarbeiter des Kunden arbeiten bei uns und umgekehrt
Unternehmenszweck
Zielkundendefinition
Entwicklung
Produktpalette
Eingesetzte Technik
Diversifizierung
Einkauf
Produktentwicklung
Produktausrichtung
Produktion
Qualitätssicherung
Dokumentation
Lagerhaltung
Lieferung
Logistik
Inbetriebnahme
Pflege, Wartung
CRM
Schulung
Vertrieb
Angebotswesen
Landes-Sprache
Fachsprache
Räumliche Nähe
Zeitliche Erreichbarkeit
Reaktionsgeschwindigkeit
Ansprechpartner, Hierarchie
Transparenz
Ehrlichkeit
Einkaufsbedingungen d. Kunden
Zahlungsbedingungen
Vernetzung
Beratung
Reklamationsbearbeitung
Flexibilität
After Sales
Hotline
. . .
Warum sich Kundenorientierung lohnt.
Ca. 70% aller Kunden wandern wegen mangelnder Servicequalität
und schlechter persönlicher Betreuung ab und nur 30% wegen schlechter Produktqualität oder zu hohen Preises.
94% der unzufriedenen Kunden wandert ab ohne vorher zu protestieren.
Unzufriedene Kunden schädigen das Image.
Neukunden-Akquise ist mindestens fünfmal so teuer
wie Stammkundenbetreuung.
Der
bereitet den Boden
für Ihren Erfolg
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