Key-Account-Manager
Was ist ein Key-Account
Jedes Unternehmen hat kleine, mittlere und große Kunden. Diese Großkunden,
die den Löwenanteil des Umsatz
es bringen nennt man üblicherweise Key-Accounts.
Wohl bekannt ist den meisten Firmen auch, dass typischerweise ca. 20 Prozent der
Kunden ca. 80 Prozent der Umsätze erbringen und deshalb von entscheidender
Bedeutung sind. (Pareto-Regel)
Die Abgrenzung der
Schlüsselkunden kann z.B. auf Grund von
ABC-Kunden-Analysen oder eine intensiven
Kundenbewertung erfolgen.
Die etwas weiter gefasste Definition des Key-Accounts berücksichtigt nicht nur
den Umsatz. Andere "Keys" können weitaus interessanter sein:
- besonders schnell wachsender Kunde
- innovationsfreudiger Kunde,
- Kunde mir Bereitschaft Vor-Versionen (Beta-Versionen) abzunehmen
und zu
testen
- Kunde bei dem wir auch Überproduktion absetzen können
- strategischer Partner
- Meinungsführer in der Branche u.a.
Wann ein Kunde zum Key-Account erklärt und entsprechend behandelt wird, ergib sich aus der Kundenbewertung
Beim Key Account Management oder auch Major Account Management werden die einzelnen
Vertriebsmitarbeiter nicht nach Produkten
oder Regionen, sondern nach Branchen, Einzelkunden oder Kundengruppen gegliedert.
Ziel des Key Account Management ist es die Geschäftsbeziehungen und den
Kundenkontakt deutlich zu intensivieren, durch regelmäßige
Information und Erfahrungsaustausch zu pflegen und sichern,
kundenspezifische Marketingkonzepte und -aktionen (z.B. Schulungen und
Workshops) zu entwickeln und dabei den Koordinationsaufwand vom Unternehmen zum Kunde
zu reduzieren und letztendlich damit die Wettbewerbssituation bzw. Marktstellung des Unternehmens
bei den Key-Accounts zu verbessern.
Key-Accounts werden in der Regel von einem
Vertriebsmitarbeiter betreut, der sich sehr genau mit den Geschäftsprozessen und
Ansprechpartnern bei dem jeweiligen Schlüsselkunden auskennt.
Der Key-Account-Manager als Beziehungsmanager
Er kümmert sich um Verbesserung und Professionalisierung der Kundenbeziehungen.
Der Aufbau und die Betreuung von Key-Accounts
fällt in diesen Bereich.
Ein Key-Account-Manager betreut meist nur einzelne Kunden, eine kleine Gruppe
von Kunden oder einen Konzern, dies dafür umso intensiver. Der
Key-Account-Manager kennt sich sehr genau mit den Geschäftsprozessen und
Ansprechpartnern bei dem jeweiligen Key-Account aus. Er ist meist in alle
Stationen des Vertriebsprozesses
eingebunden.
Spezielle Aufgaben de Key-Account-Managers
-
Detaillierte kundenbezogene Planung und Kontrolle von Umsatz und Ertrag
-
Probleme und Engpässe des Kunden analysieren
-
Lösungen in Zusammenarbeit mit Lieferant und Kunde erarbeiten
-
Optimierung der Prozesse beim Lieferant und beim Kunden
-
mitwirken bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Kunden des Key-Accounts
-
Unterstützung, Schulung und gemeinsamen Erschließung neuer Geschäftsfelder des Key-Accounts z.B. auch bei Messen
-
bei der Strategie- und Zukunftsplanung den Key-Account unterstützen
Folgen und Risiken des Key-Account-Managements
Intensives Key-Account-Management bedeutet u.U. auch kundenorientierte organisatorische Veränderungen. Beispiele Hierfür ist die Verzahnung von Bestellwesen und Logistik aber auch eine auf die Key-Accounts zugeschnittene Produktentwicklung und Anpassung der Fertigung. Letztendlich entsteht im Idealfall aus dem Key-Account-Management eine Partnerschaft, die für beide Seiten ein Gewinn ist.
Die Vertriebskosten pro Kunde sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gründe sind die überproportionalen Kosten für Kundenbesuch, vor allem die Aufwendungen für kleine und mittelgroße Kunden. So ist ein zunehmender Trend weg von Kleinabnehmern hin zu großen Key-Accounts zu beobachten. Man sollte trotz aller Begeisterung für die so wichtigen Key-Accounts jedoch darauf achten, dass diese einen nicht zu hohen Anteil am Gesamtumsatz erreichen, sonst begibt man sich möglicherweise in die Abhängigkeit zu weniger Großkunden.
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