Bedürfnisse des Menschen
Bedürfnisse sind der Motor und die Motivation für
das gesamte menschliche Handeln.
Bedürfnis aus betriebswirtschaftlicher Betrachtung:
Bedürfnisse entstehen aus dem Empfinden eines Mangels, subjektiven oder
objektiven bzw. einer individuellen oder vom sozialen Umfeld geprägten
Zielsetzung oder Wunsches. Unter teilbare Bedürfnissen versteht man
solche, die
nach und nach befriedigt werden können (z.B. eine Wohnungseinrichtung).
Nicht teilbare Bedürfnisse müssen vollständig erfüllt werden (z.B. ein Auto).
Als skalierbar bezeichnet man Bedürfnisse, die nach und nach in Steigerungen
erfüllt werden (z.B. die Qualität der Garderobe oder die Anschaffung von
Schmuck). Erst der Wunsch ein Bedürfnis auch real zu befriedigen, führt zu
wirtschaftlich relevantem Bedarf.
Für die Strukturierung und das Verständnis menschlicher Bedürfnisse spielen
die Forschungen von Adam Maslow eine bedeutende Rolle. Er ging davon aus, dass
der Mensch von Natur aus gut ist und sich selbst entfaltet. Destruktivität,
Sadismus, Grausamkeit sind nach seiner Meinung keine ureigenen menschlichen
Bedürfnisse, sondern wesentliche Reaktionen auf Frustrationen und Nichterfüllung
unserer tatsächlichen Bedürfnisse.
Maslow gliedert die Bedürfnisse in fünf Gruppen
1. Körperliche (physiologische) Bedürfnisse:
Sie dienen der Selbsterhaltung und der Erhaltung der Art. Im Wesentlichen sind dies Hunger, Durst und Sexualität. Wenn diese konstant befriedigt werden verlieren sie an Bedeutung.
2. Sicherheitsbedürfnisse:
Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit ( Wohnraum, Freiheit von Angst, Struktur, Ordnung, Gesetz. Wenn die physiologischen Bedürfnisse befriedigt sind, die Sicherheitsbedürfnisse aber nicht, bestimmen diese weitgehend unser Verhalten. Menschen wünschen sich eine vorhersagbare Welt, Inkonsistenz und Ungerechtigkeit verunsichern sie.
3. Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse:
Ergebnisse soziologischer Studien bestätigen die negativen Auswirkungen von Entwurzelung aus Bezugsgruppen (Wegzug der Familie in einen anderen Ort; Auflösung der Familie z.B. durch Scheidung; Emigration, Aussiedler)
4. Wertschätzungs- und Geltungsbedürfnis:
Das Bedürfnis umfasst zum einen den Wunsch nach Stärke, Leistung und Kompetenz, zum anderen das Bedürfnis nach Prestige, Status, Ruhm und Macht. Darauf gründet sich das Selbstwertgefühl eines Menschen.
5. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Wachstumsbedürfnis,
Selbstaktualisierung):
Damit spricht Maslow das Streben nach der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit an. Die Effekte dieses Strebens sind von Person zu Person sehr unterschiedlich. Es zeigt sich darin eine "Vorwärtstendenz" im menschlichen Wesen. Der Mensch drängt danach, die Einheit seiner Persönlichkeit zu erleben, er ist auf der Suche nach Wahrheit. Er drängt nach "vollem Sein": Heiterkeit, Freundlichkeit, Mut, Ehrlichkeit, Liebe, Güte ... aber auch dem Sinn des Lebens und Spiritualität
Zum Teil entnommen aus Werner Stangl´s Arbeitsblättern
Als Betrachtungsweise für den Vertrieb spiegelt sich die Theorie Maslows in
meinen Betrachtungen zum emotionalen Nutzen
wieder.
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